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Ansegeln - Ein Kurztörn nach Helgoland ...

Es war schon etwas kurzfristig, als mein Skipper Rainer Tatenhorst von "Ahoi-Sailing" drei Tage vorher anfragte, ob ich Lust hätte, vom 03. bis 06.03.2022 einen ersten Törn in diesem Jahr mitzusegeln. Angedacht war ein Segeltörn zu dritt von Cuxhaven über die Unterelbe in die deutsche Bucht und Nordsee nach Helgoland, Deutschlands einziger Hochseeinsel.

Kurzentschlossen zugesagt, den Seesack gepackt und am 03.03. ging es kurz nach Mittag in Cuxhaven im Amerikahafen an Bord der "Ahoi". Rainer hatte bereits für die Proviantierung gesorgt und Mitsegler Lutz eine Runde Fischbrötchen spendiert. Gut gestärkt ging es dann am Nachmittag mit ablaufenden Wasser auf die Unterelbe und Nordsee mit Ziel Helgoland, wo wir dann am Abend bei Dunkelheit eingelaufen sind.


Nach der späten Ankunft haben wir den Abend an Bord ausklingen lassen und überlegt, am nächsten Tag nach Amrum zu segeln. Angesichts der frostigen Temperatur und ungünstiger Tide- und Windverhältnisse haben wir letztlich aber beschlossen, auf Helgoland zu bleiben und einfach mal die Insel und dann am folgenden Tag die Düne zu umsegeln. Wegen des weitreichenden Inselsockels und Sperrgebieten sind dafür jeweils weite Schläge und mehrere Stunden nötig. Zum Auftakt gab es zunächst einen Abstecher zu der neuen Inseltankstelle, da der Skipper natürlich den etwas günstigeren Diesel wahrnehmen wollte.


Auch wenn es an beiden Tagen der Insel- und Dünenrundfahrt empfindlich kalt war, so kam doch zeitweise auch die Sonne raus und es wurden zwei schöne Minitörns. Den Freitagabend haben wir dann in den "Mocca-Stuben" mit einem tollen Abendessen ausklingen lassen.

Nach der Dünenumsegelung am Sonnabend haben Lutz und ich am Nachmittag noch etwas die Insel erkundet und dabei an einer Führung durch die noch bestehende Bunkeranlage teilgenommen. Am Sonntag hieß es dann Leinen los und Rückmarsch nach Cuxhaven.

Am Sonntag Nachmittag sind wir vorbei an der Kugelbake und der Alte Liebe direkt in das alte Hafenbecken am Schleusenpriel (Landwehrkanal) eingelaufen und haben dort den Törn längseits eines alten Hafenschleppers beendet, der Rainer auch als Wohnschiff dient.

Fazit: Auch wenn es eine sehr kurzfristige Entscheidung war und es zu dieser Jahreszeit auf der Nordsee noch empfindlich kalt sein kann, war es zum "Ansegeln" in diesem Jahr letztlich ein wirklich schöner und entspannter erster Törn, was nicht zuletzt unserem sehr erfahrenen und ausgeglichenen Skipper zu verdanken ist. Lutz und ich waren uns da einig und werden jederzeit gerne wieder an Bord der "Ahoi" kommen und mit Rainer segeln.

09. März 2022